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VIEL GUT ESSEN, Theaterstück von Sibylle Berg

Erschreckend komisch und schmerzhaft real.

Vorstellung von Theater Lüneburg

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Gregor Müller, Jan-Philip Walter Heinzel
© t&w / Andreas Tamme

Lüneburg, 05.12.2018 Erschreckend komisch und schmerzhaft real: Noch bis zum 26.01.19 ist das Theaterstück „Viel gut essen“ von Sibylle Berg in der Inszenierung von Kathrin Mayr im T.NT Studio des Theater Lüneburg zu erleben. Nach jeder Vorstellung gibt es ein Come together mit den Schauspielern und Dramaturgin Hilke Bultmann.

Ein weißer, heterosexueller Mann in seinen besten Jahren kocht ein ausgefallenes Menü. Er benutzt die besten Zutaten, gibt sich viel Mühe, nimmt sich Zeit. Er kocht zum ersten Mal in seinem Leben. Sein Ziel: Er möchte seine Frau und seinen fast erwachsenen Sohn zurückgewinnen. Ihm fällt zwar nicht in jeder Sekunde der Name seiner Frau ein, doch immerhin hat er fast zwanzig Jahre für sie gesorgt, als Alleinverdiener. Und immerhin hat er einen gewissen Standard für die Familie erarbeitet. Mittelmaß, na gut, aber mehr als ein ruhiges, geordnetes Leben wollte er schließlich nie. Beim Kochen redet der Mann sich heiß. So wie das Wasser langsam zu kochen anfängt, so brodelt es auch in ihm: Seine Vorurteile gegenüber Homosexuellen und Migranten, seine Angst vor dem Abstieg, sein Unmut über Biogemüse, Feminismus und Toleranz treten zutage. Er ist einer der vielen, die sich in Internetforen, Leserkommentaren, Facebook-Posts und auf der Straße Luft machen – und dabei genau das Maß verlieren, das sie selbst als angeblich „ganz normale Bürger“ propagieren.

Gregor Müller, Jan-Philip Walter Heinzel
© t&w / Andreas Tamme
Gregor Müller, Jan-Philip Walter Heinzel
Jan-Philip Walter Heinzel
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Jan-Philip Walter Heinzel
Gregor Müller
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Gregor Müller
Jan-Philip Walter Heinzel
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Gregor Müller
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Gregor Müller
Jan-Philip Walter Heinzel
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Jan-Philip Walter Heinzel
Jan-Philip Walter Heinzel, Gregor Müller
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Jan-Philip Walter Heinzel, Gregor Müller
Jan-Philip Walter Heinzel
© t&w / Andreas Tamme
Jan-Philip Walter Heinzel

„Viel gut essen“ ist eine zynische Bestandsaufnahme. Sibylle Berg, Autorin und Kolumnistin, portraitiert einen modernen Jedermann, der nicht bereit ist, für das, was in seinem Leben schiefläuft, die Verantwortung zu übernehmen. Das ist erschreckend komisch und schmerzhaft real.

Regisseurin Kathrin Mayr inszenierte in dieser Spielzeit erstmals am Theater Lüneburg. Sie war als Regieassistentin am Theater Osnabrück engagiert und ging anschließend als Assistentin für Christoph Schlingensief und das Operndorf Afrika nach Berlin. Von 2010 bis 2014 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Theaterregie und arbeitet seitdem als freie Regisseurin u.a. am Landestheater Schleswig Holstein, Landestheater Detmold und in der freien Szene. Es spielen Jan-Philip Walter Heinzel und Gregor Müller. Die Musikarrangements stammen von Clemens Mädge und die Ausstattung von Hannah Petersen.

Viel gut essen
Text für einen oder viel
Inszenierung Kathrin Mayr
Bühnen- und Kostümbild Hannah Petersen
Musikarrangements: Clemens Mädge

Mit Jan-Philip Walter Heinzel, Gregor Müller

Vorstellungen: 21.12.18 20 Uhr / 27.12.18 20 Uhr / 09.01.19 20 Uhr / 19.01.19 20 Uhr / 26.01.19 20 Uhr

Kartenvorverkauf:

Telefonisch unter 0 41 31 / 42 10 0 oder unter www.theater-lueneburg.de
sowie direkt an der Kartenkasse des Theaters
Öffnungszeiten: Mo 10-13 Uhr, Di bis Sa 10-13 Uhr & 17-19 Uhr

Weitere Informationen und Kontakt: Violaine Kozycki Telefon 04131 / 752 250
Email presse@theater-lueneburg.de

Man kann ihn ja anfangs noch verstehen und wird vom Stück, durch die Inszenierung von Kathrin Mayr und durch den großartigen Heinzel schön in den Abend hineingesogen. (…) Kathrin Mayr hat einen sehr klugen Zugriff auf den Text gefunden. Sie zeigt die Verführbarkeit des Menschen durch das Gefühl, bis hin zum Zerstörerischen. (…) Müller hat sicher spielerisch den leichteren, den Demagogen-Part auf der Bühne, Heinzel bändigt als zerfurchte Seele Massen an Text zu einem furiosen Abend. (…) Aber packend ist es jederzeit, und gut ist es, dass Dramaturgin Hilke Bultmann und Mitwirkende nach jeder Aufführung ein „Get together“ anbieten.“

Hans-Martin Koch, Lüneburger Landeszeitung, 12.11.2018

Die gesamte Kritik lesen Sie hier.

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